Vom Shop bis zur Warenwirtschaft reichen die Abhängigkeiten

Ein Angriff auf ein Administratorkonto kann Shopinhalte, Bestelldaten oder angebundene Prozesse betreffen. Fällt die Warenwirtschaft aus, kann selbst ein weiterhin erreichbarer Shop Probleme bei Versand und Abrechnung bekommen.

Listen Sie deshalb die gesamte Bestellkette auf. Dazu gehören Hosting, Shopsoftware, Marktplätze, Zahlungsdienste, Lagerverwaltung und Schnittstellen zu Versandpartnern.

Eigene Systeme und Plattformausfälle unterscheiden

Ein Ausfall beim externen Anbieter ist nicht automatisch wie ein Angriff auf Ihre eigene IT versichert. Im Cybervergleich sind Ursache, Dienstleisterbezug und die jeweils vereinbarte Unterbrechungsleistung wichtig.

Prüfen Sie zusätzlich vorhandene Vereinbarungen mit Plattformen und Dienstleistern. Eine Servicegutschrift ersetzt nicht zwingend den wirtschaftlichen Verlust aus nicht bearbeitbaren Bestellungen.

Ein Shopumsatz ist noch kein versicherter Ausfallschaden

Die Entschädigung einer Betriebsunterbrechung folgt den vereinbarten Berechnungsregeln. Entgangener Umsatz darf nicht ohne Weiteres mit dem versicherten Schaden gleichgesetzt werden. Ersparte Aufwendungen und die vereinbarte Ertragsbasis können relevant sein.

Saisonspitzen verdienen besondere Aufmerksamkeit: Ein Ausfall in einer umsatzstarken Woche kann den Betrieb anders treffen als eine gleich lange Störung in einer ruhigen Phase.

Datenschutz und Betrug im E-Commerce mitprüfen

  • Umgang mit Bestell-, Adress- und Kontaktdaten.
  • Rechte für Shopadministration und externe Agenturen.
  • Mehrfaktor-Authentifizierung für geschäftskritische Zugänge.
  • Vereinbarter Schutz gegen bestimmte digitale Betrugsfälle.
  • Wiederherstellung, Kundenkommunikation und mögliche Ansprüche Dritter.

Ein Angebot anhand Ihrer tatsächlichen Shopstruktur

Nennen Sie Produktgruppen, Umsatz, Absatzländer und genutzte Plattformen. Auch die Frage, welche Kundendaten Sie selbst speichern, ist relevant. Erläutern Sie, welche Systeme Ihre Dienstleister betreuen.

Mit dieser Übersicht lassen sich Deckungssumme, Selbstbehalt und Bausteine sinnvoll abstimmen. Ein niedrigster Beitrag ohne passende Abhängigkeiten wäre kein belastbarer Vergleich.

Was kostet Cyberversicherung für einen Onlinehändler?

Für einen angenommenen Onlinehändler mit bis zu 1,5 Mio. € Jahresumsatz ergibt Markel Pro Cyber 1.368,50 € im Jahr einschließlich 19 % Versicherungssteuer. Enthalten sind 500.000 € Deckung und alle sieben Bausteine bei 500 € Selbstbehalt, einjähriger Laufzeit und jährlicher Zahlung. Der Nettobeitrag beträgt 1.150 €.

Das Rechenbeispiel setzt erfüllte Annahme- und Sicherheitsanforderungen voraus. Für Betriebsunterbrechung gelten acht Stunden zeitlicher Eigenanteil, mindestens der vereinbarte Geldbetrag. Ein technisch ausgelagerter Shop braucht zusätzlich eine genaue Betrachtung der versicherten Dienstleisterausfälle.

Vergleichen Sie bei saisonalem Geschäft die mögliche Ausfallbelastung mit der Versicherungssumme. Ein Beitrag allein sagt wenig darüber aus, ob ein Stillstand während der wichtigsten Verkaufswochen ausreichend abgesichert wäre.