Für wen ist Swiss Re Cyber Excess vorgesehen?

Swiss Re Corporate Solutions bietet Cyber Excess für Unternehmen in Europa und Nordamerika mit mindestens einer Milliarde US-Dollar Jahresumsatz und entwickeltem Cyber-Risikomanagement. Das ist ein Angebot für große Risiken, nicht die übliche erste Cyberpolice eines kleinen Gewerbebetriebs.

Bei einem großen Programm verteilen sich hohe Deckungssummen häufig auf mehrere Verträge. Für die Unternehmensleitung ist dann wichtig, dass die einzelnen Positionen technisch, rechtlich und organisatorisch zusammenpassen.

Ab welcher Grunddeckung beginnt Swiss Re Cyber Excess?

Swiss Re Cyber Excess bietet bis zu zehn Millionen Euro beziehungsweise US-Dollar zusätzliche Cyberkapazität. Die Mindestanschlussgrenze liegt bei 30 Millionen in der jeweiligen Währung. Das Angebot setzt damit oberhalb einer bereits erheblichen Grundabsicherung an.

BegriffBedeutung im Programm
AnschlussgrenzeSchadenhöhe beziehungsweise Position, ab der die zusätzliche Deckung ansetzt
ExzedentensummeZusätzlicher Rahmen oberhalb dieser Position
GrunddeckungDarunterliegende Absicherung mit ihren eigenen Bedingungen

Diese Größen sind keine Prämien. Ein rein schematisches Programm mit 30 Millionen Grundabsicherung und weiteren zehn Millionen darüber beschreibt nur die Struktur, nicht ein zugesagtes Angebot.

Warum müssen Cyberbedingungen im Swiss-Re-Programm zusammenpassen?

Für eine Swiss-Re-Cyber-Excess-Anfrage sollten die darunterliegenden Policen vollständig nachvollziehbar sein. Abweichende Definitionen eines Ereignisses, unterschiedliche Ausschlüsse oder besondere Teilgrenzen können die Wirkung einer hohen Gesamtsumme verändern.

Prüfen Sie auch, wie Schadenmeldungen an mehrere Versicherer koordiniert werden. Ein zusätzlicher Vertrag sollte nicht erst im schweren Schadenfall organisatorisch betrachtet werden. Die verantwortlichen Stellen müssen wissen, wann und mit welchen Informationen die jeweiligen Beteiligten einzubeziehen sind.

Swiss-Re-Cyberanfrage mit belastbaren Risikodaten vorbereiten

Für Swiss Re Corporate Solutions sollten Konzernstruktur, wesentliche Länder, Sicherheitsorganisation und das bestehende Versicherungsprogramm dargestellt werden. Aussagekräftig sind außerdem die wirtschaftlichen Auswirkungen plausibler großer Ausfallszenarien.

Unternehmen mit kleinerem Bedarf finden im Anbieterüberblick auch Lösungen für eine erste gewerbliche Cyberabsicherung. Die Wahl sollte sich an Risikogröße und Funktion der Deckung orientieren, nicht allein am Bekanntheitsgrad einer Gesellschaft.

Swiss Re Cyber Excess: Deckung oberhalb der Grundpolice verständlich planen

Ein rein schematisches Programm enthält 30 Mio. € Grunddeckung und darüber 10 Mio. € Exzedentendeckung. Damit ist die zusätzliche Position nicht für einen kleinen Schaden zuständig, der innerhalb der Grunddeckung verbleibt. Swiss Re Cyber Excess richtet sich an diese obere Ebene großer Programme.

Für den Anschluss sind die Bedingungen zur Ausschöpfung der darunterliegenden Verträge entscheidend. Unterschiedliche Ereignisdefinitionen, nicht erfasste Kosten oder abweichende Ausschlüsse können die Wirkung des Programms verändern. Die Summen dürfen daher nicht einfach ohne Bedingungsprüfung addiert werden.

Meldepflichten bestehen gegebenenfalls schon, bevor die Exzedentenschicht tatsächlich betroffen ist. Die zuständigen Versicherer müssen nach den vereinbarten Regeln rechtzeitig eingebunden werden.